FATHER MOTHER SISTER BROTHER

Familienbande, Geheimnisse und leiser Jarmusch-Humor in drei berührenden Episoden. Ausgezeichnet  mit dem Goldenen Löwen für den besten Film bei den Filmfestspielen Venedig 2025.

Am Samstag, 11.4. um 19 Uhr im Elbkino Lauenburg.

In „Father Mother Sister Brother“ nimmt Jim Jarmusch die Zuschauer mit auf eine Reise durch drei eigenständige, aber thematisch verbundene Geschichten. Im Kapitel „Father“ fahren zwei erwachsene Geschwister in eine abgelegene Kleinstadt in den USA, um ihren zurückgezogenen Vater zu besuchen, mit dem sie seit langem ein schwierig distanziertes Verhältnis verbindet. Zwischen Sorge, unausgesprochenen Vorwürfen und skurrilen Momenten entsteht ein leiser, humorvoll-melancholischer Schlagabtausch über Verantwortung und Fürsorge.

„Mother“ verlegt Jarmusch nach Dublin: Hier begegnen wir einer Tochter, die nach Jahren wieder auf ihre eigensinnige Mutter trifft, eine frühere Künstlerin, die sich aus der Welt zurückgezogen hat. In langen Gesprächen, kleinen Alltagsbeobachtungen und feinen Gesten nähert sich der Film der Frage, wie man alten Verletzungen begegnen kann, ohne die gemeinsame Geschichte zu verleugnen.

Im abschließenden, längsten Teil „Sister Brother“ folgen wir den Geschwistern Skye und Billy in Paris, die nach dem Tod ihrer Eltern deren Wohnung auflösen. Beim Durchsehen von Fotos, Zeichnungen und Objekten blitzen Erinnerungen an eine unkonventionelle Kindheit auf, und es wird deutlich, wie unterschiedlich zwei Menschen dieselbe Familie erlebt haben. Ruhig beobachtend, mit typischem Jarmusch-Humor und großem Mitgefühl, entsteht so ein Triptychon über Familie, Identität und die schwierige, aber tröstliche Kunst des Loslassens.

Pressestimmen:
„Jarmusch zeigt ein feines Gespür für familiäre Dynamiken, für die unsichtbaren Schranken zwischen alternden Eltern und erwachsenen Kindern und für die ungelenke Art, mit der sich Beziehungen und Rollen neu aushandeln.“ epd Film

„Auf humorvolle Weise wird von Entfremdung gesprochen, von dysfunktionalen Familien, die verkrampft versuchen, einen Anschein zu wahren – besonders wenn drei Menschen direkt gegenüberstehen und doch nicht zueinander finden.“ Film-Rezensionen.de

„In drei Episoden thematisiert der Film die vielschichtigen Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern sowie die oft herrschende Sprachlosigkeit.“ FAZ

Produktion: USA/Italien/Frankreich/Irland 2025
Regie: Jim Jarmusch
Besetzung: Adam Driver, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Tom Waits, Mayim Bialik
Länge: 110 Min
FSK: ab 12

Vorstellung:
Samstag, 11.4. um 19.00 Uhr
(Einlass 18.30)
Eintritt: 8 € /erm. 6 €
(nur bar, keine Reservierungen)